Ich habe mich immer erfolgreich dagegen gewehrt, Mitglied von StudiVZ zu werden. Bis zum Wochenende. Die Langeweile war wohl zu groß… jedenfalls bin ich jetzt auch bei dem Zirkus zu finden.

Meine bisherigen Vorbehalte dagegen (”Jeder-weiß-alles-über-jeden”-Politik; Richtige Namen; Datensammelwut; E-Mail-Benachrichtigungsspam; aggressives Design; dumm klingender Name) wurden kurzerhand unterdrückt und einige waren nach der Registrierung auch hinfällig. Beispielsweise finde ich das mit den richtigen Namen nicht mehr so schlimm. Und die E-Mail-Benachrichtigungen lassen sich deaktivieren. Erfreulich ist auch, dass ich zumindest einstellen kann, dass nicht jeder beliebige Besucher mein komplettes Profil sieht und dass ich verhindern kann, dass es angezeigt wird, wessen Profil ich angesehen habe.
Aber warum habe ich mich nun wirklich angemeldet? Den ganzen Beitrag lesen »
Wieder mal konnte ich mich für einen Web-2.0-Dienst begeistern: Gravatar.
Gravatar bietet die Möglichkeit, einen Avatar “global” zu verwenden. Ich kann also ein Bild auf gravatar.com hochladen, und z.B. überall, wo ich einen Blog-Kommentar hinterlasse, wird mein grAvatar automatisch eingefügt. Positiv an Gravatar finde ich, dass es mal ein Dienst ist, der keine Datensammelwut hat. Die Avatare werden lediglich über die E-Mail-Adresse verlinkt. Überall, wo ich mit dieser E-Mail-Adresse kommentiere, wird der entsprechende Gravatar angezeigt. Zumindest, wenn das zugrundeliegende System die Gravatars (oder Gravatare?) implementiert hat. Dank der Kooperation von Gravatar mit Wordpress sind die Gravatare schon auf vielen Blogs zu finden. Seit heute auch auf meinem - dank einem hübschen Plugin.
Wer also künftig das grüne Männchen neben seinen Kommentaren hier durch ein eigenes Bild ersetzen möchte, registriere sich auf gravatar.com.
Edit: das ist mein erster Beitrag, der mit dem neuen Admin-Interface von Wordpress 2.5 geschrieben wurde. Ziemlich cool.
Edit2: Soeben habe ich herausgefunden, dass Gravatare in Wordpress 2.5 standardmäßig unterstützt werden. Das Plugin war also gar nicht nötig.
Ach, ich liebe das Web 2.0. Alles ist so fresh, clean, l33t und “2.0″. So auch Twitter - ein 2.0-Dienst, der es geschafft hat, meine Aufmerksamkeit zu erregen und mich in diesen Selbsttest zu treiben.
Das zugrundeliegende Prinzip ist (eben typisch Web 2.0) simpel, und doch irgendwie genial: Über Browser, IM oder SMS kann ich der Welt mitteilen, was ich gerade mache. Also so ein bisschen wie ein Mini-Blog. Aus meiner Zeit bei Facebook kam mir das gleich bekannt vor (übrigens gibt es ein Mashup, das die Facebook-Statusnachrichten per Twitter aktualisiert, aber das war eigentlich auch klar).
Vor allem, da ich eine ähnliche Funktion sowieso schon lange mal hier im Blog haben wollte, entschied ich mich zur Anmeldung bei Twitter. Ein Wordpress-Widget war auch schnell gefunden und so kann ich dieses Blog nun noch um eine Stufe mehr aktuell halten (siehe rechts im Menü).
Noch habe ich keine gefestigte Meinung dazu, aber die wird sich sicher mit der Zeit bilden. Natürlich werde ich über meine Gedanken zu Twitter dann wieder hier berichten. Währenddessen freue ich mich natürlich über Twitter-Followers aus den Kreisen meiner Leser
Ach und noch was: Frohe Weihnachten.
Meine neue Startseite gibt mir Anlass, einmal verschiedene Möglichkeiten des Starts ins Internet zu beleuchten.
Bei den meisten Menschen dürfte wohl Google die Startseite darstellen. Entweder pur, als “Firefox Start” oder in Form von iGoogle. Letzteres (bis vor einigen Monaten noch als “Personalisierte Startseitebeta” bekannt) hatte ich immer eingestellt. Eine anpassbare Startseite mit kleinen “Gadgets”, größtenteils RSS-Feeds. Seit dieser Dienst Den ganzen Beitrag lesen »
Allerorts tönt es “Web 2.0″, “User-Generated Content” und “Social Networking”. Was auf den ersten Blick alles verdammt schön, neu und innovativ aussieht, verliert leider einiges an seiner Faszination, wenn man sich etwas stärker damit beschäftigt.
Fast allen Dingen im Web 2.0 liegt eine recht gute Idee zugrunde. Endlich werden die Möglichkeiten, die das Web eigentlich schon seit Jahren bietet, auch genutzt - überall sehen wir Blogs, Social-Bookmarking-Dienste und die nun hier gleich thematisierten Social Networks.
Das leider sehr sehr besorgniserregende an diesen ist die Leichtsinnigkeit, mit der deren Nutzer sich in ihnen bewegen. Es folgt eine Darstellung der Gefahren von Facebook, StudiVZ etc. - inklusive Workshop “Wie verbaue ich mir meine Zukunft”.
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Mein Blog ist - wie man sieht - wieder online.
Merken: VOR dem Wordpress-Update IMMER ein Backup anlegen.
Sonst kann es, wenn man sich ähnlich tollpatschig anstellt wie ich, leicht passieren, dass man ein neues Theme designen darf.
Ich hoffe es gefällt.
“Was sind eigentlich Tags?”, wurde ich neulich gefragt. Als ich über die Antwort nachdachte, fiel mir auf, dass der Begriff als Web-2.0-Wort gar nicht so leicht definierbar ist. Mit Tags werden Dinge - Bilder, Texte, Webseiten, Personen - bezeichnet. Im Prinzip sind Tags also nichts anderes als Schlüsselwörter, die das Internet schon seit Urzeiten kennt - schließlich funktionierten frühe Suchmaschinen nur damit. Ein Webautor gibt seiner Seite Schlüsselwörter, die Suchmaschine liest diese aus und wenn eines dieser Schlüsselwörter gesucht wird, wird die betreffende Seite angezeigt.
Schlüsselwörter sind heute out - aber erleben im Web 2.0 ein glorreiches Revival als Tags. So werden bei “Social Bookmarking” Websites von den Usern mit Tags beschrieben, zahlreiche Blogs unterstützen Tags und bei Flickr und ähnlichen Plattformen werden Fotos auf diese Weise sortiert.
Ein Nebeneffekt der Verwendung von Tags sind die hübschen “Tagclouds”, in denen Tags mit unterschiedlichen Schriftgrößen nach Relevanz geordnet werden. So etwas sieht nicht nur schick aus, sondern zeigt auch auf den ersten Blick z.B. bei einem Blog, welches die Hauptthemen sind.
Alles in allem sind Tags also wirklich eine hübsche Sache und der “Hype” ist durchaus verständlich. Faszinierend an der Idee ist für mich, dass Informationen dadurch eher so wie im menschlichen Gehirn gefunden werden - durch Assoziationen. Dies ist wohl auch der Grund, warum es so praktisch ist. Und wenn man den Gedanken weiter spinnt, kann man sogar noch ein großes Problem der Menschheit lösen:
Alle verbreiteten Betriebssysteme organisieren gespeicherte Dateien in hierarchischen Ordnerstrukturen. Daran sind die Menschen zwar inzwischen gewöhnt, aber ideal ist das garantiert nicht. Kaum jemand hat alle seine Dateien sauber einsortiert, es gibt unzählige Ordner in denen die Dateien einfach gemischt herumliegen. Sucht man etwas, dauert das. Vielleicht kann man sich auch gar nicht mehr daran erinnern, wo man die betreffende Datei abgespeichert hat… und häufig verwendete Dateien sind trotzdem irgendwo in der Ordnerstruktur und nicht schnell zu finden. Wenn man dann noch nicht einmal den Dateinamen weiß, stehen die Chancen nicht schlecht, dass man die Datei erst nach langwierigem Suchen oder gar nicht findet.
Würde man nun alle Dateien per Tags organisieren, wäre dies sehr viel einfacher. Man gibt einfach direkt in ein Suchfeld ein, was man sucht, und anhand der Tags bekommt man direkt die passende Datei angezeigt. Auf dem Desktop gibt es eine Tagcloud, über die auf häufig verwendete Dateien schnell zugegriffen werden kann.
Der einzige Nachteil, den ich sehe, ist das Taggen. Schließlich müssen zu jeder Datei Tags abgespeichert werden - und das wird wohl am Menschen hängen bleiben. Bei Textdateien o.ä. ist das nicht weiter schwierig, statt einem Dateinamen gibt man eben ein paar Tags ein. Schwieriger ist es da schon bei Fotos, denn die kommen ungetaggt von der Kamera. Theoretisch müsste man also jedes Foto manuell taggen. Wenn man sich dann allerdings heute mal Flickr anschaut, scheint das ja gar nicht das Problem zu sein…
Prinzipiell können wir uns die Dateiorganisation der Zukunft sicher in irgendeiner Form mehr Tag-basiert vorstellen, auch wenn die Ordnerhierarchie wohl vorerst noch bestehen bleiben wird. Aber in den nächsten fünf bis zehn Jahren wird sich hier sicher etwas tun - man darf gespannt sein.